🏳️🌈 ✡️ Schwul, jüdisch, unbeirrt – Die Abenteuer des Gad Beck
Wir zeigen den Film »Die Freiheit des Erzählens – Das Leben des Gad Beck« (2006) und sprechen anschließend mit den Filmemachern Carsten Does und Robin Cackett.
🍿Eigentlich sollte dieser Film letztes Jahr im linken Hausprojekt Groni 50 in Berlin-Wedding laufen – an genau dem Ort, an dem sich 1944/45 das Hauptquartier der jüdischen Widerstandsgruppe Chug Chaluzi befand. Doch die Hausgemeinschaft sagte die Vorführung kurzerhand ab.
🍉 Der Grund: Man störte sich an der „zionistischen Ausrichtung“ der jüdischen Widerstandskämpfer, die sich einst in eben diesem Haus vor den Nazis versteckten. Im Namen der „Solidarität mit dem Streik für Palästina“ wurde die Veranstaltung gestrichen – am Vorabend des zweiten Jahrestags des Hamas-Überfalls auf Israel.
🗣»Diesen Film zu zeigen und darüber zu diskutieren, hätte (…) ein Zeichen sein können, das Leben zu bejahen und nicht den Tod und damit die Mörder zu feiern«, schreibt Holger Heiland, der das Gespräch mit den Filmemachern an diesem Abend moderieren wird, in seiner Rezension (Link in den Stories).
🎬 Die Dokumentation von Carsten Does und Robin Cackett lässt Gad Beck selbst zu Wort kommen. Es ist das Porträt einer unwahrscheinlichen Berliner Ikone: Ein Mann, der als Jude und Homosexueller im Untergrund überlebte und sich seine Freiheit nie nehmen ließ – weder von den Nazis noch von den moralischen Schranken der Nachkriegszeit.
🗓 Donnerstag, 5. Februar
⏰ 19:30 Uhr
📍 Bajszel (Emser Str. 8/9, Berlin-Neukölln)