Am 16.01. um 19:30 Uhr bei uns:
Zeitzeugengespräch mit DDR Schwulen-Aktivist Peter Rausch
Peter Rausch, 1950 in Berlin geboren, arbeitete bis 1991 im Hochschulwesen der DDR und der BRD. 1973 gründete er zusammen mit anderen die HIB (Homosexuelle Interessengemeinschaft Berlin). Er war damit einer der Vorreiter homosexueller Emanzipation. Ende der 80er Jahre setzte er seine Arbeit für Homorechte beim Berliner Verein Sonntags-Club fort. Nach der Wende publizierte er Sachtexte, wie zum Beispiel „Die bisexuelle Natur des Menschen – eine soziale Chance“ (Jena 1990). 2014 erschien sein Roman „HomoBlocker“. Und in Vorträgen beschäftigt er sich mit psychoanalytischen Perspektiven oder auch der Frage „Wie viel Sex steckt in queer?“.
Im Zeitzeugengespräch wird er von der rechtlichen Situation in der DDR, vom Travestie-Kabarett „Hibaré“, von einem Neonazis-Überfall 1991, von den sog. „Klappen“ und anderen Treffpunkten erzählen. Außerdem werden originale Videoaufnahmen aus dieser Zeit gezeigt.
Moderation: Selma Morgenthal
@selma.mrtl studiert Sozialwissenschaften an der HU Berlin.
Fotos: ©Peter Rausch & ©HIB-Archiv