Werde Bajszel-Backup-Beauty!
Dieser Titel ist käuflich!

Man muss es sagen, wie es ist: die ständig steigenden Kosten fressen uns allmählich auf. Seit Jahren versuchen wir, unsere Preise so niedrig wie möglich zu halten, damit das Bajszel zugänglich bleibt für möglichst viele Menschen, unabhängig von ihrer ökonomischen Situation. Zudem verlangen wir für unsere Veranstaltungen in aller Regel keinen Eintritt – und das soll auch so bleiben. Doch in der allgemeinen, anhaltenden Gastro-Krise wird dieses Konzept mittlerweile ernsthaft in Frage gestellt.
Erschwerend kommt hinzu, dass wir wegen unserer antisemitismuskritischen und israelsolidarischen Grundhaltung von Antisemiten aller Couleur – links, islamistisch, rechts – zum Feindbild erkoren wurden. Die ständigen Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen hatten und haben teils erhebliche Umsatzeinbußen zur Folge. Große Reservierungen gibt es kaum noch, weil in fast jeder größeren Gruppe mindestens ein bis zwei Menschen sich befinden, für die Israelhass das moralische Gebot der Stunde ist.
Kurz: das alles führte in den letzten Jahren zu einer stetig wachsenden Lücke in der Kasse, auf die wir reagieren müssen.
Deshalb gründen wir nun den Bajszel-Supporters-Club, die Bajszel Backup Beauties.
Ab 10 Euro im Monat bist Du dabei. Zum Trost für Dein entschwundenes Geld erhältst Du:
- Das gute Gefühl, einen kleinen Beitrag zu leisten, damit das Bajszel auch in den kommenden Jahren sein kann, was es ist.
- Eine garantiert kitschige Urkunde, die Dich als Bajszel-Backup-Beauty ausweist.
- Einen Bajszel-Button sowie einen weiteren Bajszel-Merch-Artikel (lass Dich überraschen).
- Und das Beste: einmal im Jahr laden wir alle Supporter zu einer großen Feier ins Bajszel ein – geschlossene Gesellschaft, nur wir und Ihr, mit Bajszel-Essen und reichlich Freibier.
Überzeugt? Dann schreib uns eine Mail an bajszel@gmail.com mit dem Betreff „Backup Beauty“ und wir klären alles Weitere.
Du brauchst noch mehr Argumente?
Dann lies, was einige unserer Stammgäste dazu meinen:
„Das Bajszel ist ein Ort der kritischen Diskussion, der praktizierten Solidarität und des gelegentlichen Rausches. Mehrmals wöchentlich gibt es Veranstaltungen zu verschiedensten Themen; Diskussionen zu linker Politik, Buchvorstellungen, ein nie endender Support für AntifaschistInnen in der Ukraine, oft mit von dort importiertem Dosenbier, Vorträge gegen patriarchale Zumutungen, Ehrvorstellungen und Homophobie, und häufig geht es dabei auch um Antisemitismus und Islamismus. Es gibt kleine Konzerte und Kulturveranstaltungen, einen Flohmarkt, Tuntenshows und mehr. Im Bajszel kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Profession zusammen. Aus dem gesamten Bundesgebiet reisen Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen, Politiker:innen und Künstler:innen an, um hier ihre Thesen vorzustellen und zu diskutieren. Immer wieder begrüßt das Bajszel auch internationale Gäste. Es ist Berliner Antifaschist:innen und israelsolidarischen Gruppen ebenso ein zweites Zuhause, wie exiliranischen Genoss:innen, Kurd:innen und anderen Betroffenen von islamistischer Verfolgung. Israelis sind hier ebenso willkommen wie Menschen jedes anderen Landes. Wie Peter Alexander schon 1976 sang: „Das kleine Beisl (sic!) in unserer Straßn, da fragt dich keiner, was du hast, oder bist.“
Doch mit ihrem politischen Engagement hat sich die Programmschänke auch viele Feind:innen gemacht. Die Antizionist:innen und Hamas-Apologet:innen in Berlin provoziert das Bajszel als Ort, der sich ihrem Furor widersetzt und der antisemitischen Mobilmachung entgegentritt. Deshalb gab es bereits zahlreiche Angriffe auf das Bajszel – von Versuchen, die Fensterscheiben einzuschlagen bis zu einem Brandanschlag, bei dem vorher die Türen verklebt wurden. Oft schon wurde der Laden mit roten Hamas-Dreiecken beschmiert. Der Höhepunkt waren Anfang Oktober 2025 Plakate, die in der Umgebung auftauchten, die dazu aufforderten die Betreiber:innen des Bajszels „für immer zum Schweigen zu bringen“ – ein unverhohlener Mordaufruf gegen unsere Freund:innen und ein Angriff auf einen wundervollen Ort.
Das Bajszel ist ein Ort, an dem sich allerhand der Gesamtscheiße fröhlich verweigernde Lebensentwürfe sammeln, und dieser Ort ist nun akut in seiner Existenz bedroht. Im Angesicht des herrschenden Irrsinns ist es eine kurze Verschnaufpause, sich einen zu bajszeln! Wenn Dir dieser Ort ernst gemeinter Begegnung wichtig ist, hilft eine kleine regelmäßige Spende direkt, ihn zu erhalten.
Auf das Leben! Auf das Bajszel!“